Presseberichte 2006
WAZ-Duisburg,
Montag, 18. Dezember 2006 |
| Reise durch die Musikwelt |
| Polizeichor Duisburg hatte zum Weihnachtskonzert in das
Theater am Marientor eingeladen. Beachtliche sängerische
Qualität. Fantasievolles Programm Von Isabel Fedrizzi Konzerte in der Adventszeit sind immer an die schöne Erwartung geknüpft, für wenige Stunden aus der oft hektischen Betriebsamkeit der Vorweihnachtszeit zu entführen, musikalisch auf das Fest einzustimmen. Dem Polizeichor Duisburg ist das am Samstag Abend im voll besetzten Theater am Marientor gelungen - wieder einmal, denn die Tradition seiner stets gut besuchten und beliebten Weihnachtskonzerte jährt sich bereits zum 42. Mal. Der Freundeskreis des Polizeichors ist groß und der Grund dafür liegt ebenso in der für Laienchöre beachtlichen sängerischen Qualität wie auch in den von Chorleiter Bernhard Mehler fantasievoll "komponierten" Programmen. Sie beginnen bei Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart, streifen den romantisch-schwelgerischen Dmitrij Bortniansky, Charles Gounod oder Adolphe Adam und erreichen auch die jüngere Zeit mit Madleys amerikanischen Christmas-Songs und ausgewählten europäischen Weihnachtsliedern. Die instrumentale Grundlage des festlichen Abends im Theater am Marientor legte das Orchester Oberhausen, ein groß besetztes Ensemble, das eine schwungvolle "Petersburger Schlittenfahrt" auf die Bühne brachte und für die Sänger als homogenes Fundament fungierte. Als Überraschungsgast war der junge Vibraphonist Viktor Bajlukov eingeladen, der Rachmaninows "Vocalise" und Händels Largo aus "Xerxes" genauso einfühlsam spielte, wie er dann sehr meisterlich Mozart-Variationen präsentierte. Als weibliche Ergä¤nzung standen dem Polizeichor die Damen des Frauenchors der Polizei Duisburg zur Seite: mit der anspruchsvollen Fassung des 100. Psalms "Jauchzet dem Herrn, alle Welt" zeigte der gut intonierte Frauenchor in diesem Konzert erneut seine ganze Stärke. Die Sopranistin Susanna Risch und Tenor Stefan Lex boten solistisch einige sehr beliebte Perlen der Gesangskunst: Mozarts "Alleluja", Adolphe Adams "Cantique de Noël" oder Bizets "Agnus Dei". Mit einer bemerkenswerten Stimme ist Klaus Hermann ausgestattet, der zwar Bassist in den eigenen Reihen des Duisburger Polizeichors ist, aber auch als Solist in Gounods "Cäcilienmesse" vor das Publikum trat und vom so weihnachtlich eingestimmten Duisburger Publikum erst nach dem alljährlichen solistischen "Jerusalem" entlassen wurde. Der Polizeichor wusste im voll besetzten Theater am Marientor auch in diesem Jahr zu überzeugen. Chorleiter Bernhard Mehler führte die Sänger durch das Programm. |

WAZ-Duisburg,
Montag, 18. Dezember 2006